ASI-Newsletter Nr 4
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Speise zur rechten Zeit – Projekt in Bürglen TG, Ostschweiz

Der kleine „Laden“ in Bürglen ist mittlerweile im ganzen Dorf bekannt: Manch einer geht kurz vorbei und steckt den Verantwortlichen ein „Banknötli“ zu, um das Projekt zu unterstützen, oder es werden Spielsachen oder Kleider abgegeben. Eine Person hat sogar auf eigene Kosten das Fahrrad des eritreischen Mitarbeiters reparieren lassen.

Lebensmittel abholen und verteilen

Bei Großverteilern werden nach wie vor Lebensmittel abgeholt und jede Woche trifft eine kostenlose Lieferung von frischen Eiern ein. Über einhundert sozial abhängige Personen profitieren regelmässig von diesem Projekt

und viele ehrenamtliche Helfer sind fleißig unterwegs, um die Lebensmitteltaschen an die Menschen zu liefern, die diese Unterstützung wirklich brauchen.

Engagement und Gespräche

Oft gehen bedürftige Menschen aber auch im „Laden“ vorbei, um zu helfen und sich nützlich zu machen – ein gutes Gefühl, nicht nur kostenlos etwas zu bekommen, sondern dafür auch etwas tun zu können. Denn viele dieser Menschen haben in ihrem Leben Leid erfahren und suchen nach neuen Kontakten, Menschen, mit denen sie reden können, die ihnen zuhören, ihnen Rat und Hoffnung geben. Dies verändert Menschen und gibt ihnen ein Stück Lebensfreude zurück.

Deutschunterricht als Basis

Auch der kostenlose Deutschunterricht, der einmal pro Woche im „Laden“ stattfindet, wird gut besucht und ist für viele, die Arbeit suchen, eine wichtige Grundlage. Man pflegt Gemeinschaft, lernt sich kennen und es entstehen wertvolle Beziehungen und Freundschaften.

„Gemüseauto“

Ein großer Wunsch bleibt aber noch: Ein eigenes Fahrzeug, mit dem die Lebensmittel abgeholt und an die Bedürftigen verteilt werden können. Denn die Not wird nicht kleiner und das Projekt wächst von Jahr zu Jahr.

Daher werden auch immer wieder neue, ehrenamtliche Helfer gesucht.

Danke für eure Unterstützung und für eure Gebete, dass Gott diese Arbeit segnet und wir unseren Mitmenschen weiterhin eine grosse Hilfe im Alltag sein dürfen.

Edith Fehr-Brunner, ADRA Ortsgruppe Bürglen